Häufige Fragen

Was muss vor einer Behandlung beachtet werden?

Kernspintomographie

Achten Sie auf Unbedenklichkeitszertifikate für die angewanten Pigmentierfarben. Die Farben, die aus Eisenoxidfarbpigmenten gewonnen werden, enthalten winzige metallische Teile. Diese metallischen Teile könnten sich im elektromagnetischen Kernspint-Tomographen erhitzen, so dass sich die Haut an der betroffenen Stelle erhitzen oder Blasen werfen könnte. Diese Möglichkeit ist zwar sehr gering, aber aus Sicherheitsgründen lehnen manche Kliniken eine Kernspintomographie bei bestehendem Permanent Make up ab, oder weichen auf andere, strahlungsärmere Geräte aus.

Einnahme von Medikamenten

Kunden sollten sich am Tag der Behandlung absolut wohl fühlen.
Eine Erkältung oder ein anderes harmloses Unwohlsein hat zwar keine Auswirkung auf die Farbgebung, aber Kunden reagieren (schmerz-) empfindlicher und unruhiger.

Bei Kunden, die blutverdünnene Mittel (Macumar, Aspirin etc.) ständig einnehmen oder am Tag der Behandlung Antibiotika eingenommen haben, sollte keine Behandlung durchgeführt werden.
Diabetiker reagieren in der Regel etwas schmerzempfindlicher und die Wundheilung ist meist langwieriger. Da es aber viele Arten von Diabetes gibt, rate ich zu einer vorherigen Absprache mit dem Hausarzt.
Alkoholgenuss und Aspirin sollte vor und am Tage der Behandlung vermieden werden.

Ist eine Permanent Make up Behandlung schmerzhaft ?

Viele Anbieter verwenden immer noch die allbekannte Emla-Salbe (auf Lidocain-Basis). Diese Salbe hat im Bereich Permanent Make up vor einigen Jahren gute Dienste geleistet, da keine andere Produkte zur Verfügung standen. Emla hat die Nachteile, dass sie eine sehr lange Einwirkzeit hat, die Betäubung bereits wenige Minuten nach Beginn der Behandlung nachlässt, so dass die Behandlung (gerade bei Lippenbehandlungen) äußerst schmerzhaft wird und dass sie bei Lidstrichbehandlungen sehr stark brennt.
Mittlerweile sind sehr wirksame Fluids und Gele erhältlich, die ein nahezu schmerzfreies Pigmentieren ermöglichen.  Zur Vorbeugung kann das Schmerzmittel Paracetamol im Vorfeld eingenommen werden (kein Aspirin !!).

Was ist nach der Behandlung zu beachten?

Damit die behandelte Stelle sich nicht entzündet und gut abheilen kann, sollte in den ersten drei Tagen keinerlei Make up verwendet und eine Woche lang auf Solarium, starker Sonneneinstrahlung, Schwimmen und Sauna verzichtet werden.
Nach der Behandlung muss der Hautbereich gut gepflegt und geschmeidig gehalten werden. Zur Nachbehandlung kann neben einer Spezialcreme, die ich Ihnen mit nach Hause gebe, normale Wund- und Heilsalben benutzt werden. Wichtig ist, dass die Behandlungszone geschmeidig bleibt und sich nicht zur Krustenbildung zusammenzieht.
Es ist äußerst wichtig, dass Cremes aus hygienischen Gründen nie mit dem bloßen Fingern, sondern ausschließlich mit sauberen Wattestäbchen aufgetragen werden.
Da während der Behandlung mehr Farbpigmente in die Haut eingebracht werden als diese aufnehmen kann, wirkt das PMU ca. 3-7 Tage sehr farbintensiv. Auch wenn das PMU nach einer Woche bereits wesentlich natürlicher aussieht, zeigt sich die endgültige Farbgebung frühestens zwei Wochen nach der Behandlung. Da nach der Erstbehandlung noch Änderungen in der Pigmentdichte, evtl. der Form oder Farbe gewünscht sind, wird nach 4 Wochen eine Nachbehandlung durchgeführt. Diese Nachbehandlung ist im Preis inbegriffen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Bei Lidstrichbehandlungen können gerade die oberen Augenlider anschwellen. Diese Schwellung ist keineswegs schmerzhaft, bezieht sich meistens nur auf die Oberlider und kann durch Kühlung gelindert werden. Neben kühlbaren Gelmasken können hierzu auch kalte, feuchte Wattepads verwendet werden.
Bei Lippenbehandlungen kann Lippenherpes auftreten. Dies gilt vor allem für alle, die vorbelastet sind, auch wenn der letzte Herpesausbruch bereits viele Jahre zurückliegt. Lippenherpes entsteht niemals direkt nach der Behandlung, sondern während der Abheilungsphase, meist am 3. Tag nach der Behandlung und äußerst sich durch Jucken des behandelten Lippenbereiches. Daher ist es ratsam, am dritten Tag nach der Behandlung mehrmals täglich eine spezielle Herpescreme aufzutragen.
Da an besonders stark mit Herpes betroffenen Stellen einige Farbpigmente rausgeschwemmt werden können, sind in diesem Fall die Behandlungen evtl. aufwendiger und langwieriger und benötigen evtl. eine zusätzliche Nachbehandlung.
Erfahrungsgemäß tritt Herpes bei den Nachbehandlungen wesentlich geringer oder oft auch gar nicht mehr auf, da durch die Erstbehandlung der Lippen frische Antiviren gebildet wurden.
Sie können vorab mit Ihrem Hausarzt sprechen um 3 Tage vor der PMU-Behandlung mit einer Tabletteneinnahme beginnen, die eine Herpesbläschenbildung verhindert.

Auch nach Abheilung ist es wichtig, die Lippen mindestens 2 Wochen weiterhin ausgiebig einzucremen und somit geschmeidig zu halten. Hierzu können sollten geeignete Lippencremes und keine Labellos benutzt werden.

Wie lange hält Permanent Make up?

Die Haltbarkeit bzw. das Verblassen der Farben ist abhängig von vielen Faktoren und je nach Hauttyp, Hautaktivität und Farbwahl sehr unterschiedlich und kann somit nicht von vorneherein genau bestimmt bzw. garantiert werden. Manche Farbtöne haben eine längere Haltbarkeit und eine höhere Lichtbeständigkeit als andere. Auch beeinflussen bestimmte Medikamente, häufige Sonnenbäder und Solariumbesuche die Haltbarkeit des Permanent Make up.
Einige Anbieter versprechen eine Haltbarkeit von länger als 5 Jahren. Diese Aussage ist zwar sehr werbewirksam, entspricht aber nicht der Realität. Bei einer gesunder Hautaktivität beginnt der Verblassungsprozesse bereits langsam nach 6 Monaten und ist spätestens nach 3 Jahren recht weit fortgeschritten, so dass das PMU evtl. einer Auffrischung bedarf.
Sollte der Verblassungsprozess eines Permanent Make up auch nach 3 Jahren nicht begonnen haben, handelt es sich nicht um Permanent Make up, sondern um eine Tättowierung, d.h. die Farben wurden zu tief in die Haut eingebracht, in eine Hautschicht, in der die Farben dauerhaft eingelagert werden. Ein späteres Verblassen ist dann sehr unwahrscheinlich.

Was muss man über Pigmentierfarben wissen?

Beim Permanent Make up ist ein umfangreiches Wissen in der Farbenlehre absolute Voraussetzung, da die Farbentwicklung in jeder Haut unterschiedlich ist und sich das endgültige Farbergebnis erst nach dem Einbringen in die Haut und nach der Abheilung zeigt. Man muss genaue Kenntnisse über die Zusammensetzung der Pigmente in den Pigmentierfarben haben. Verlässt man sich ausschließlich auf das Aussehen der Farbe in der Farbflasche, kann dies später fatale Folgen haben.